
Phytopin®
Randomisierte Studien mit β-Sitosterol berichten Verbesserungen von Symptomscore, maximalem Harnfluss und Restharn; eine relevante Verkleinerung der Prostata wurde nicht gezeigt.
Prostapinol™ kombiniert β-Sitosterol aus Kiefer, Roggenpollenextrakt, Pygeum africanum, Grüntee-Extrakt sowie Zink und Selen. Hier wird die klinische Evidenz zu Beschwerden bei gutartiger Prostatavergrößerung (BPH/LUTS) transparent von allgemeinen Nährstofffunktionen getrennt.

Bei pflanzlichen Präparaten ist die Übertragbarkeit besonders wichtig: Extraktionsverfahren, Standardisierung und Dosierung können die Wirkung verändern. Die EAU-Leitlinie weist ausdrücklich darauf hin, dass Extrakte derselben Pflanze nicht automatisch dieselben biologischen oder klinischen Effekte haben. EAU 2026 ↗
randomisierte β-Sitosterol-Studien mit positiven Kurzzeitergebnissen
ältere kontrollierte Cernilton-Studien in einer systematischen Auswertung
randomisierte Pygeum-Studien in einer älteren Meta-Analyse
Dosisangaben nach der aktuell veröffentlichten medpro-Produktseite. Die Evidenzbewertung bezieht sich auf BPH/LUTS, nicht auf allgemeine antioxidative oder ernährungsphysiologische Effekte.

Randomisierte Studien mit β-Sitosterol berichten Verbesserungen von Symptomscore, maximalem Harnfluss und Restharn; eine relevante Verkleinerung der Prostata wurde nicht gezeigt.

Ältere kontrollierte Studien deuten auf eine moderate Verbesserung subjektiver Beschwerden und Nykturie hin. Ergebnisse zu Harnfluss, Restharn und Prostatagröße sind inkonsistent.

Mehrere ältere Studien berichten Verbesserungen von LUTS und Harnfluss. Die Studienqualität und Standardisierung sind jedoch uneinheitlich; heutige Übertragbarkeit ist begrenzt.

Kleine Studien mit anderen Grün-/Schwarztee- oder Catechin-Präparaten zeigen teils LUTS-Signale, sind aber nicht mit OM-24® gleichzusetzen. Ein Wirksamkeitsnachweis bei BPH für OM-24® ist damit nicht belegt.
Zink hat anerkannte physiologische Funktionen, darunter die Erhaltung eines normalen Testosteronspiegels und den Schutz von Zellen vor oxidativem Stress. Daraus folgt jedoch kein Nachweis einer BPH-Behandlung.
Selen trägt u. a. zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress und zur normalen Spermabildung bei. Für eine eigenständige Wirksamkeit gegen BPH/LUTS besteht daraus kein klinischer Nachweis.
Bildnachweise der Pflanzenfotos finden Sie unter Bildnachweise.
Die wichtigsten klinischen Befunde in verständlicher Kurzform. Die Studien sind überwiegend älter und untersuchten definierte Präparate; ein „Ingredient matching“ ersetzt keine Studie der finalen Formulierung.
In einer 6-monatigen, randomisierten Doppelblindstudie mit 200 Männern verbesserte β-Sitosterol gegenüber Placebo Symptomscore, maximalen Harnfluss und Restharn. Die Prostatagröße nahm nicht relevant ab. Eine zweite multizentrische Studie zeigte ähnliche Vorteile.
Einordnung: Die untersuchten Tagesdosen und Phytosterol-Zusammensetzungen sind nicht automatisch identisch mit 600 mg Phytopin®.
Eine 6-monatige placebokontrollierte Studie mit 60 Männern fand häufiger subjektive Besserung und weniger Restharn; beim Harnfluss bestand kein signifikanter Vorteil. Eine systematische Auswertung von 444 Männern beschrieb modest verbesserte Symptome/Nykturie, aber methodische Grenzen.
Einordnung: Cerniton® Graminex kann sich in Herstellung und Dosis von älteren Cernilton-Präparaten unterscheiden.
Ältere randomisierte Studien und eine Meta-Analyse deuten auf eine Verbesserung urologischer Symptome und einzelner Harnflussparameter hin. Die Evidenzbasis leidet unter kurzer Studiendauer, heterogenen Präparaten und älterer Methodik.
Einordnung: Die EAU ordnet Prunus africana als traditionelle pflanzliche Anwendung bei LUTS/BPH ein; ernsthafte Ursachen sollen vorher ärztlich ausgeschlossen werden.
Es gibt kleine klinische Studien mit anderen Tee- bzw. Catechin-Präparaten, in denen LUTS sekundär oder explorativ verbessert wurden. Das ist keine direkte Evidenz für OM-24® oder für eine Verkleinerung der Prostata.
Einordnung: Bei Grüntee-Catechinen in Nahrungsergänzungsmitteln sind Dosis und EGCG-Gehalt sicherheitsrelevant; EFSA nennt ab 800 mg EGCG/Tag mögliche Leberrisiken.
Beide Spurenelemente haben etablierte physiologische Funktionen. Klinische BPH-Wirksamkeit lässt sich aus diesen Funktionen jedoch nicht ableiten.
Einordnung: Bei Selen ist die tatsächliche Menge an elementarem Selen entscheidend. Die EFSA nennt für Erwachsene einen UL von 255 µg Selen/Tag aus allen Quellen.
Die EAU-Leitlinie 2026 betont, dass pflanzliche Extrakte derselben Pflanzenart je nach Hersteller und Extraktionsverfahren unterschiedliche biologische und klinische Effekte haben können. Daher sollten Ergebnisse nicht pauschal von einem Extrakt auf einen anderen übertragen werden. EAU Guidelines ↗
Neu auftretende oder zunehmende Beschwerden beim Wasserlassen sollten ärztlich abgeklärt werden – insbesondere bei Blut im Urin, Harnverhalt, Fieber/Schmerzen, wiederholten Harnwegsinfekten, Nierenproblemen oder ungeklärtem Gewichtsverlust. Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine Diagnostik oder leitliniengerechte Behandlung.
Tagesportion: 2 Kapseln. Die folgende Tabelle gibt die Mengen so wieder, wie sie auf der derzeit veröffentlichten Produktseite angegeben sind.
| Inhaltsstoff | Tagesmenge | Evidenzbezug bei BPH/LUTS |
|---|---|---|
| Phytopin® | 600 mg | β-Sitosterol-Studien vorhanden; Übertragbarkeit abhängig von Standardisierung. |
| Cerniton® Graminex | 104 mg | Ältere Cernilton-/Pollenextraktstudien; begrenzte Übertragbarkeit. |
| Pygeum | 100 mg | Ältere Studien in ähnlicher Tagesdosis; Extraktstandardisierung relevant. |
| OM-24® | 300 mg | Keine direkte OM-24®-BPH-Studie identifiziert. |
| Zinkgluconat | 14 mg | Keine direkte BPH-Wirksamkeit aus Mineralstofffunktion ableitbar. |
| Natriumselenit | 1 mg | Elementarer Selengehalt/NRV vor Veröffentlichung anhand Etikett/Spezifikation prüfen. |
* Wichtig für die Qualitätskontrolle: „14 mg Zinkgluconat“ ist nicht automatisch 14 mg elementares Zink; ebenso ist „1 mg Natriumselenit“ nicht 1 mg elementares Selen. Für NRV- und Sicherheitsangaben sollten die elementaren Mengen aus der Rohstoff-/Etikettspezifikation verwendet werden.
Bei der Recherche wurde keine publizierte randomisierte klinische Studie zur fertigen Prostapinol™-Formulierung identifiziert. Die dargestellte Evidenz bezieht sich deshalb ausdrücklich auf einzelne Inhaltsstoffe oder andere standardisierte Extrakte.
In den zitierten randomisierten Studien verbesserten sich Symptome und Harnflussparameter, während keine relevante Verringerung des Prostatavolumens gezeigt wurde.
Nein. Extraktionsverfahren, Standardisierung, Trägerstoffe und Dosis können die biologische Wirkung verändern. Die EAU-Leitlinie weist ausdrücklich darauf hin.
Nein. Auch Pflanzenextrakte und Mineralstoffe können Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen haben. Bei Dauermedikation, chronischer Erkrankung oder unklaren Beschwerden sollte die Einnahme ärztlich oder pharmazeutisch abgeklärt werden.
Für verbindliche Angaben zu Preis, Verzehrempfehlung, aktueller Deklaration und Verfügbarkeit bitte die offizielle medpro-Produktseite verwenden.